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Modul St. Louis

„Hoffentlich findet sich bald eine Lösung für unsere Landung, egal in welchem Land. Man braucht jetzt schon Nerven wie Drahtseile, um alles durchzustehen.“

Julius Hermann, Passagier der St. Louis, 30. Mai 1939

Ziele

Die Geschichte des Schiffs St. Louis aus unterschiedlichen Blickwinkeln und Perspektiven zu erforschen, wobei die verschiedenen, damals beteiligten Akteure eine Stimme erhalten.

Die historischen Umstände zu erörtern, die deutsche Flüchtlinge in jene Lage brachten, für welche die Passagiere der St. Louis ein Beispiel sind.

Die Bedeutung der Geschichte der St. Louis für die heutige Zeit zu untersuchen und komplexe Fragen nach Verantwortung, zivilgesellschaftlichen Aufgaben und persönlichen beziehungsweise internationalen Verpflichtungen moralischer Art zu erörtern.

Zeitrahmen

90 Minuten

Phase 1

Diese Phase dient als Einstieg in das Modul und zielt darauf ab, die Teilnehmer mithilfe von 5 Exponaten an das Thema heranzuführen und sie erste Fragen formulieren zu lassen. Dieselbe Methode wird zum Abschluss dieser Einheit zur Anwendung kommen.

Phase 2

Arbeit in Kleingruppen anhand historischer Quellen, die im Zusammenhang mit dem Fall der St. Louis stehen. Die Teilnehmer können entweder in vier oder in fünf Gruppen aufgeteilt werden. Vier Kleingruppen befassen sich mit der Geschichte des St. Louis. Bei Bedarf beschäftigt sich eine optionale fünfte Kleingruppe mit der Frage der internationalen Verantwortung für die Situation von Flüchtlingen.

Phase 3

In der letzten Phase dieser Lerneinheit werden die Teilnehmer erneut zur Arbeit in Kleingruppen aufgefordert. Sie sollen durch ein selbstgestaltetes Poster, eine Collage oder die Titelseite einer Zeitung eine Botschaft formulieren und vermitteln, welche sie im Zusammenhang mit dem Themenkomplex Flucht und Zufluchtssuche für wichtig halten.

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